Die alte, weise Eule

In der Nacht hörte Blaue Feder es Rumpeln und Pumpeln. Der Nikolaus war es wohl nicht. Vermutlich war die Wilde Hilde mal wieder im Schornstein steckengeblieben. Die Wilde Hilde war so etwas wie der gute Hausgeist des Schwalbenhofes. Nachts hörte man sie manchmal mit Pfannen und Töpfen der Küche poltern, wenn sie Brauner Bär einen Mehlbüttel zubereiten wollte.

Doch, das ist eine andere Geschichte.

Frau Holle hatte nun auch über das Tal der BroklandSau ein wenig ihre Betten ausgeschüttelt und weiß-rot-schwarz holte sich der Buntspecht im Kleid der Großen Mutter ein paar Nüsse.

Blaue Feder fragte sich, welchen Schlüssel sie wohl heute ins Visier nahm?

Ein bisschen kam sie sich vor wie Frederick, die kleine Feldmaus von Leo Lionni.

Im Herbst fingen alle Feldmäuse an Vorräte für den Winter einzusammeln – Körner, Nüsse, Mais und Stroh wanderten fleißig in den Mäusebau. Nur Frederick saß auf einem Stein und schien nichts zu tun. Er sammelte die Sonnenstrahlen ein, die Farben und die Wörter. Dann kam der Winter und die Vorräte gingen zur Neige. Die Mäuse froren. Da holte Frederick seine Geschichten hervor. Die Erinnerungen an die Sonnenstrahlen und die Farben wärmten die Herzen.‘

– Nun, es muß wohl auch Mäuse wie Frederick geben.

Als Blaue Feder aufwachte blinzelte sie die Eule an, die alte Weise.

‚Wann erzählst Du denn meine Geschichte?‘

Dem wollte sie gerne nachkommen und so wünscht Dir Blaue Feder Freude mit der Geschichte von der Eule!

4 Kommentare zu „Die alte, weise Eule

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