Heute zünden wir drei Kerzen an und für Blaue Feder stand dieser dritte Adventsonntag im Zeichen der Freude und der Freunde.

In der Nacht saß Blaue Feder im Traum in einem Café und war am Malen. Eine Alte und ihre Tochter gesellten sich zu ihr an den Tisch. Die Alte fing an, Buchillustrationen zu colorieren. Es waren Linoldrucke und die Alte lachte sie von der Seite an.
Gestern waren die Schwalbenhofbewohner auf dem Geburtstag einer Künstlerfreundin im Dorf eingeladen und sie lernten ein Mutter-Tochter-Gespann kennen. Die Alte war 90 und sprühte vor Lebensfreude. Blaue Feder mochte die beiden gleich. Die Tochter war in ihrem Alter, eine Ostheopathin und sie gerade auf der Suche nach einer, mit der sie noch einmal tiefer in ihre Rücken- und Blasengeschichte tauchen konnte. Und für die Raunächte hatte sie nun auch eine Idee, was sie werkeln konnte. Es waren wohl auch ihre eigenen Arbeiten, die ihr Lust machten auf ein neues Projekt.
Blaue Feder war mit ihrem Rückblick im Juni des Jahres angelangt. Brauner Bär und sie waren noch einmal auf eine größere Reise gegangen und hatten einen Freund in London besucht. Allein die Erlebnisse in London würden ein eigenes Buch füllen. Besonders blieb ihr ein Besuch in Kew Garden in Erinnerung, die wunderbaren Blumen-Aquarelle der KünstlerInnen, die dort vor Ort gemalt hatten und die vielgereiste Marianne North.
Mit Freude blickte sie auf diese Reise zurück und freute sich auf Silvester. Ihr Freund kam diesmal nach Deutschland und sie hatten sich lange nicht gesehen. Mit dem Löwenzahn war sie gestern der Frage nachgegangen, was für sie wesentlich war und Freunde zählten auf alle Fälle dazu.

Wieder daheim träumte sie von einer Elfe und diese sprang doch glatt direkt auf ihre Leinwand rein in das Wiesenschaumkraut. Blaue Feder fand ihre Elfe schön und war zufrieden mit ihrem Bild.

Und der Elfen nicht genug, kam auch noch eine Elfe in ihr Atelier. Es war Frida mit der Wiesenschaumkelle. Mit ihrem Löffel sammelte sie jeden Morgen den Schaum vom Wiesenschaumkraut ein. Einer Sage nach, können wir Elfen sehen, wenn wir die Augen mit dem Schaum des Krautes einreiben. Es wuchs in ihrem Garten rund um den Schwalbenhof und Blaue Feder mochte es sowohl gerne naschen, als auch mit seiner zarten Schwingung in Verbindung gehen. Manche nennen es nicht Wiesen- sondern Visions-Schaumkraut. Seine Blütenessenz kann uns im Frühjahr Funkenflüge bescheren und und den Elfen und Feen näherbringen. Frida war auf jeden Fall klar und deutlich zu sehen.

Die neue Schwalbenhofbewohnerin wurde liebevoll im Kreis von allen begrüßt.


Auf unseren Wegen finden sich viele WegbegleiterInnen. Keiner ist alleine unterwegs. Da gibt viele andere Menschen auf dem Weg und manchmal findet sich auch eine Freundin wie Frida, die Elfe mit dem Wiesenschaumlöffel. Mit ihr kommst Du aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. ‚Staunen‘ gehört zum Weg dazu, wie die Butter auf das Brot. Wer nicht staunen kann, sollte einen solchen Weg nicht gehen. Das Staunen hilft, wenn eine so gar nicht weiterweiß. Oh ja und der Humor, den sollte eine auch im Gepäck haben. Ist schon hilfreich – auch mal über sich selbst zu lachen. Es kann sehr befreiend sein. Mit Frida tauchte Blaue Feder tiefer in in das Wesen und die Weisheit der Blumen, der Kräuter und Pflanzen.
Vielleicht war heute ein schöner Tag, auf die Erfahrungen des Jahres zurückzublicken, die uns mit Freude beschenkt haben. Es gibt tausend Gründe sich zu freuen. Das Licht in unserem Leben in all seinen Formen zu sehen. Seien es liebe Menschen, Tiere, Pflanzen, unser Zuhause und unser Essen. Vielleicht gab es eine Freude, die noch tiefer ging. Eine, die einen dauerhaften, unveränderlichen Anlass hat. Nämlich genau jenes Licht, das wir dieser Tage erwarten. Und wir dürfen uns unserer Beziehung zu diesem Licht bewusst werden. Wie auch immer du diese Quelle nennen magst. Die Traditionen sind vielfältig und geht es doch weniger um ein Bild, eine Form oder ein Wort, sondern um ein Gefühl, das uns diese Verbindung vermittelt. In der Verbindung zu diesem ewigen Funken, erleben wir eine tragende Freude. Dieser Funke ist immer da und für uns verfügbar.
Die Schwalbenhofbewohner hatten ein paar Weihnachtskarten zusammengesucht. Sie hatten über die Jahre viele selbst gestaltet und fingen an, ein paar Worte an ihre Freunde zu schreiben.
Und damit war das vierzehnte Ei gelegt!
die drei birkenkerzen gefallen mir ausgesprochen gut!
guten morgen liebe künstlerin!
und die elfe frida mit der wiesenschaumkelle ist natürlich auch ganz goldig! sooo schön!
hab´s fein heute!
LikeGefällt 1 Person
Moin Du Lieber,
mir gefallen die Birkenkerzen meiner Nachbarn auch und ich bin gespannt, ob am vierten Advent, noch eine Flamme dazukommt.
Grad ist die Sonne aufgegangen und ich sitze hier und schreibe und schreibe…
Taiga liegt auf der Fensterbank und lässt sich die warme Heizungsluft um den Bauch streicheln…
Ich mache jetzt mal die Weltenkiste aus und hüpfe hinein in mein Leben.
Herzensgrüße, Susanne
LikeLike