Eine Bank lädt zum Verweilen ein

Die Sonne war am Morgen nur verschwommen zu erahnen. Der Sahara-Sand hüllte sie in einen Schleier. Zum Glück hatte Blaue Feder noch nicht die Fenster geputzt.

Sie ging noch einmal der Frage nach – Warum die Homfelder diese Bank auf den Boxberg aufgestellt haben?

Die Antwort fand sie wieder auf der Seite vom Naturschutzring-Aukrug.

Über Jahrhunderte wurde die Boxberger Heide gemeinschaftlich von den Homfeldern als Weide genutzt (Allmende). Die Homfelder Kinder spielten auf dem Boxberg gegen die Meezer Kinder Fußball. Vor der Bank gab es vor 100 Jahren noch eine kleine Freilichtbühne. Die Homfelder kamen, setzten sich gegenüber in die Heide und lauschten den Theaterstücken. Hinter der Bank gab es Anfang der fünfziger Jahre ein kleines und wohl sehr wildes Tanzlokal. Aber mit der Aufforstung in den Sechzigern und dem Umbau zu einem Naherholungsgebiet entglitt der Boxberg immer mehr den Homfeldern.

Jetzt erscheint es uns manchmal, als eilten Dutzende von Erholungssuchenden über den Boxberg dahin, anstatt bewusst die Besonderheit der Landschaft und Natur in seiner Schönheit und Ruhe zu genießen und einen Augenblick zu verweilen.

Der Boxberg ist ein Teil einer Endmoränenlandschaft, vor langer Zeit von Gletschern aus Skandinavien geformt. Die Kulturlandschaft mit der Heide, den Wiesen, den Knicks, den Feldern und den Wäldern ist einst von den alten Homfeldern angelegt worden.

Die Bank ist ein Versuch, den Homfeldern ein kleines Stück (vielleicht auch nur im Bewusstsein) von ihrem alten Boxberg zurückzugeben und ihn gemeinsam mit der Schrobach-Stiftung so für die Zukunft zu erhalten.

http://www.naturschutzring-aukrug.de

Diese Antwort konnte sie gut verstehen. Wir leben in einer schnell-lebigen Zeit. Blaue Feder liebte Bänke und Stühle aller Art, die zum Verweilen und tiefer tauchen einluden. Sie laden uns ein, zur Ruhe zu kommen, hineinzuspüren, wie fühlt es sich gerade an und wo sitze ich gerade.

An diesem Tag trafen sich nun Jupiter und Neptun hoch oben am Himmelszelt und läuten einen neuen Zyklus ein, der 13 Jahre währen wird. Blaue Feder hatte zu Beginn des Jahres schon einmal von den Beiden erzählt. Als sie sich das letzte Mal in den Fischen getroffen haben im Jahre 1856, kam es zu einem Friedensabkommen im Krim-Krieg. Blaue Feder wünschte sich natürlich von Herzen, ein solches Ereignis würde sich wiederholen.

Jupiter und Neptun treffen sich etwa alle 13 Jahre und wer weiß – vielleicht haben sie einen Zauber oder ein Wunder im Gepäck. Wer weiß, vielleicht tragen wir das Wunder schon in uns oder sind gar selbst das Wunder.

Die letzte Jupiter-Neptun Konjuktion war am 27.05.2009 im Wassermann. Blaue Feder kann sich gut an die Zeit zurück erinnern, denn ein paar Tage später sollte sie Brauner Bär kennenlernen. Das war wirklich eine wundervolle Begegnung, die ihr Leben sehr veränderte. Sie war mit ihm zusammen in das sagen-umwobene Dithmarschen gezogen. Zusammen haben sie den Schwalbenhof ausgebaut und das Atelier Hof-Art ins Leben gerufen und Blaue Feder fand mit ihm zusammen eine Heimat, die sie noch immer voller Freude zusammen erkunden. Damals fand das Treffen in ihrem vierten Haus statt.

Nun beginnt ein neuer Zyklus von 13 Jahren. In ihrem Horoskop trafen sich die Beiden in den Fischen im fünften Haus. Das hörte sich nach einem kreativen Stelldichein an. Was Blaue Feder wohl in 13 Jahren erzählen wird, wenn sie zurückschaut.

Sie waren die Tage in Brunsbüttel und sie war beeindruckt von den vielen Saatkrähen in den Bäumen an der Schleuse. Vielleicht wissen diese weisen Vögel schon mehr.

Blaue Feder riet eine Saatkrähe sich einfach zu entspannen und ruhig zu werden.

Tauche in die Tiefe Deiner inneren Natur.

Wahrscheinlich suchte sie sich heute ein stilles Plätzchen in der Natur, einen Stuhl oder eine Bank und lauscht in Ruhe, der Saat, die in ihrem Herzen aufkeimt.

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