Drachengesänge I

Die Sonne lachte sie an, schnell sattelten sie ihre Pferde und schon ritten sie immer gen Osten. Es riefen sie die Holstenhallen in Neumünster. Es dauerte nicht allzu lange und schon standen vor dem ersten Tor.

Viele Künstler hatten sie gerufen, sich ihre Kojen anzuschauen.

Die Holstenhallen waren gut besucht. Das war ganz ungewohnt, so viele Lütt auf einem Haufen. Da musste sich Blaue Feder erst einmal eingrooven. Es war eine Kunstmesse und alle Künstler hatten eine Koje mit ihren Kunstwerken bestückt. Schön war, dass alle KünstlerInnen anwesend waren und Blaue Feder heute garnicht bang und schnackte hier und dort.

All erstes landete sie bei Mona Klerings und sie stellte fest, dass Mona in einer Straße wohnte in der Großen Stadt, in der auch Blaue Feder 18 Jahre lang gewohnt hatte. Da kamen viele Erinnerungen hoch. Ein Bild von Mona sprarch sie gleich an – ein Bild mit Steinen. Daneben hin noch ein kleineres Bild – es hieß ‚Tieftaucher‘. Es erinnerte Blaue Feder sehr an ihre Lieblings-Geschichte ‚Soulskin‘ von Clarissa Pinkola Estes.

http://www.klerings-kunst.de

Ein paar Schritte weiter tauchte sie in eine neue Koje. Leider hatte sie vergessen, sich ein Kärtchen geben zu lassen und so wusste sie den Namen der Künstlerin nicht. Hier hingen Rostbilder, die sie an die Bilder eines alten Freundes erinnerten. Wieder tauchte sie in Erinnerungen.

Es gab hier viel zu sehen, aber nicht alles sprach Blaue Feder an. So ist es eben mit der Kunst. Sie kam zu einer Künstlerin, deren Skulpturen und Bronzefiguren sie schon auf einer Ausstellung im Skulpturenpark Schlossinsel Rantzau fasziniert hatten – Bettina Steinborn.

http://www.bettinasteinborn-skulpturen.de

Blaue Feder tauchte wieder in die Menge.

Ihr Herz war berührt von zwei Künstlerinnen, die sehr zarte Bilder malten. Sie tauchte in die Skupturen und Seelenbilder von Bettina Malinowski, die auch mit Pflanzenfarben malte und vergaß ein Foto zu machen.

http://www.art-bettina-malinowski.de

Susann Kasten-Jerke erzählte, sie käme aus der Architektur und hätte sich frei-gemalt.

http://www.sukaart.de

Mit Mareike Drucks tauchte sie in eines Ihrer Krafttier-Bilder.

ww.magie-in-farbe.de

Viel zum Schmunzeln gab es bei Sabine Ruhle.

http://www.saegemael.de

Zur Ruhe kamen die beiden Weltenbummler bei den meditativen Zeichnungen von Monika Rathlev. Ihre Zeichnungen sind einfach wunderbar, was auf dem Foto nicht wirklich zu sehen ist. Ihre Zeichnungen erinnerten Blaue Feder an die Bilder ihrer Freundin und fluks kaufte sie einen Katolog für sich und einen für die Freundin. Monika Rathlev mit ihrer Art und ihrem Sein holte die Beiden wohl am meisten ab. Hier kamen sie zur Ruhe und tankten Kraft für einen letzten Tauchgang.

http://www.monikarathlev.de/

Ekaterina Ezhkova bezauberte sie mit Portraits auf Stoffen. Blaue Feder hatte selbst viele Jahre auf Stoffen gemalt und fühlte sich hier Zuhause. Ein Bild haute sie vom Hocker und ging ihr nach. Ein Bild ganz in blau mit gelber Sonnenblume. Was sich die russische Malerin wohl dabei gedacht hatte? Es berührte sie zutiefst in seiner Verletzlichkeit.

http://www.ezhkova.de/

Nun hatten sie genug von diesem Gewusel. Für sie selbst wäre solch eine Messe nichts, aber dankbar und mit vielen Eindrücken verließen sie die Holstenhallen.

Auf dem Parkplatz lachte sie ein Hut in einer Kutsche an – ob ihr ein goldener Hut stehen würde?

Die Kunstmesse in den Holstenhallen in Neumünster gibt es noch heute zu sehen.

https://holstenart.de/

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