‚Zum Glück‘

Das Neue Jahr zu begrüßen gingen Blaue Feder und Brauner Bär eine kleine Runde. Das Land war in Nebel gehüllt und es regnete. Die Temperaturen waren von – 9 Grad auf + 9 Grad angestiegen. Mal wieder hing eine unbekannte Fahne am Mast und so betraten sie Neuland. Die Nebelkrähen begrüßten sie auf ihrem Weg.

Unter ihrem blauen Regenschirm fiel ihr Blick auf die Steine, die auf ihrem Weg lagen und es war ihr als würden sie ein Lied zu den Regentropfen singen, als würde die Erde unter ihren Füßen singen.

Unbenutzte, abgeschlagene Tannenbäume, an denen noch die Preisschilder hingen, wurden einer neuen Bestimmung überführt. Sie würden die Ränder der Torfseen befestigen. Der Anblick stimmte Blaue Feder ein wenig traurig.

Ein Gänsesäger schwamm allein auf dem großen Mondsee und machte auf sich aufmerksam. Brauner Bär fragte Blaue Feder wie der Vogel hieß und sie erzählte ihm, was sie über die Gänsesäger wusste. Der Gänsesäger erzählte ihr ein wenig vom Glück. Ab und an richtete er sich auf und zeigte sein schönes weiß-schwarzes Gefieder. Das sah so schön aus, dass sie vergaß auf den Knopf zu drücken.

In der Sylvesternacht war das Glück mit einem Schrottwichtel in ihr Haus eingezogen.

Auch hatte Blaue Feder seit jener Nacht voll den Durchblick und schaute dem Glück entgegen. Mit ihren neuen Brillengläsern konnte sie auch in die Sterne schauen.

Das Jahr würde am Abend mit einem Neumond im Steinbock beginnen und würde auch mit einem Neumond im Steinbock ausklingen. Mit jedem Neumond können wir einen Samen in die Erde legen, der auf fruchtbaren Boden fällt. Blaue Feder dachte an ihren Lindensamen. Es wuchs noch keine Linde in ihrem Garten. Wie wäre es, wenn sie ihn heute einpflanzen würde? Blaue Feder liebte kleine Rituale. Sie mussten nicht perfekt sein. Immer wieder machte sie die Erfahrung, dass kleine Rituale eine große Kraft hatten und sich mit ihnen, der neue Weg nach und nach entfaltete.

Noch trug die Alte Weise das Zepter fest in der Hand. Den Winter über würde sie noch regieren, bis die Sonne in den Widder weiterzog. Das Sternenjahr würde erst dann neu beginnen. Dann würde Jupiter, der Planet des Glückes, für ein Jahr das Zepter in die Hand nehmen. Er würde im April auf Neptun treffen, dem Gott des Meeres. Jupiter war schon am 29. Dezember im vergangenen Jahr in die Fische weitergewandert und bescherte ihnen wohl gerade viel Wasser von oben. Auch wenn es manchmal nervt, hat so ein Regen auch immer etwas Klärendes.

Blaue Feder konnte sich gut erinnern, als Jupiter das letze Mal auf den weisen Neptun traf. Das war im Jahr 2009, in den Monaten von Mai bis Juli vor 13 Jahren. Damals lief Blaue Feder ihrem Glück über den Weg. Sie lernte Brauer Bär kennen und lieben. Es fühlte sich an, wie nach-Hause-Kommen. Das Stell-Dich-Ein fand damals im Wassermann statt und mit Brauner Bär kam auch die Vison zu ihr, einen Ort zu schaffen, wo Menschen sich begegnen können. Überraschend kamen dann am Neujahrstag alte Freunde zu Besuch. Als Blaue Feder erzählte, dass sie gerne wieder etwas mit Kindern machen würde, bestätigten ihr die Freunde noch einmal, dass das ja ihre Ursprungs-Idee gewesen war.

Insofern sah sie dem neuen Rendvous dieser beiden Planeten – Jupiter und Neptun – im April mit einer freudigen Hoffnung entgegen. 13 Jahre würden sie wieder miteinander tanzen, wie auch Blaue Feder und Brauner Bär schon 13 Jahre miteinander tanzten – manno, wie die Zeit vergeht! Wie auch immer sich das Glück zeigen wird, wir werden es erleben.

Blaue Feder fiel zu diesem Thema eine kleine Bildergeschichte ein, die sie 2013 malte und schrieb und die sie gerne heute erzählen möchte.

Sie nannte sie ‚Zeiten des Wandel‘.

4 Kommentare zu „‚Zum Glück‘

  1. Von Herzen DANK, liebe „Blaue Feder“, für deine so liebevolle Begrüßung im Neuen Jahr! 🙏
    Auf eine schöne Wanderung hast du mich hier gerade mitgenommen, der ich sehr gerne und in Leichtigkeit gefolgt bin! 😊
    Freudvolle Grüße und
    ein glückliches Neues Jahr wünscht,
    Elke

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