Die Grüne Insel

Mit den Jahren hatten Brauner Bär und Blaue Feder ihre eigenen Bräuche entwickelt. Zum Ende der Halkyonischen Tage hin, suchten sie einen Ort auf, an dem sie noch nie vorher gewesen waren. So luden sie das Neue in ihr Leben ein und schauten, was es ihnen mit auf den Weg gab.

Schon im vergangenen Jahr hatte Blaue Feder den Impuls zur ‚Grünen Insel‚ zu reisen. Dann waren sie aber zum Mühlenteich gefahren und diese Entscheidung war goldrichtig gewesen. Doch diesesmal lachte sie die ‚Grüne Insel‘ an. Bei der ‚Grünen Insel‘ dachte Blaue Feder natürlich an ihr geliebtes Irland. Der Bruder in Irland würde im kommenden Jahr seinen 66 . Geburtsrtag feiern und sie war am Überlegen, ob sie ihn besuchen wollte, konnte, möchte. Auch hatte Ulla Janascheck ihr wieder zwei kreative Reisen Auf den Spuren der Fairies – Aufbruch in die neue Zeit zugeschickt (siehe unten). Hach, wie gerne würde sie mal wieder nach Irland – wenn sie auch jetzt ihr Irland hier im Tal der Alten Ulra hatte.

Die Grüne Insel, die sie besuchen wollten, findest Du in der Eidermündung – von Süden aus betrachtet – gleich hinter dem Eidersperrwerk. Früher hatte es hier tatsächlich eine Grüne Insel gegeben, die durch die Versandung der Eidermündung nach und nach verschwand. Mit der Errichtung von Eiderdamm und Eidersperrwerk veränderte sich die Landschaft und war dem Einfluss von Ebbe und Flut weitgehend entzogen.

Auf dem Weg dorthin begegneten ihnen große Schwärme von Silberreihern. Schön leuchtete ihr weißes Gefieder an diesem eher grauen Tag.

Einen guten Überblick über das Land bekommst Du von dem kleinen Aussichtsturm ‚Kiek ut‘ auf dem Schafsberg.

Das Naturschutzgebiet stellt ein wichtiges Brutgebiet für Küsten- und Wiesenvögel im Frühling und Sommer sowie rastende Wildgänse im Winter dar.

Von hier oben konnten sie den Kirchturm von Tönning sehen und bis nach Heide schauen. Manch ein Liebespaar hatte sich hier verewigt. So schnell wie sie auf den Turm geklettert waren, waren sie wieder unten, weil ein eisiger Wind wehte. Die Halkyonischen Tage verabschiedeten sich spürbar.

Durch ein sogenanntes Heck schlüpften sie in den windgeschützten Katinger Wald.

Der Naturerlebnisraum hatte einige Herausforderungen und Fragen an die Wanderer.

Zum Aufwärmen sollten sie Geschick und Balance der Eichhörnchen nachahmen. Die Rotkehlchen drumherum lachten sich schlapp, wie die Großen Kinder in dem Niedrigseilgarten hingen.

Auch die Gehölze lachten und schauten neugierig, wer sich auf den Erlebnispfad getraut hatte.

Balance war wohl ein wichtiges Thema und wurde geübt und geübt in schwankenden Weiden.

Die Weiden bogen sich vor Lachen und auch die alte Holler grinste.

Immer mal wieder bekamen sie eine Unterichtseinheit. Zum Beispiel wurde ihnen erklärt, wie der Wald ins Watt kam, wie der Boden aufgebaut war, auf dem sie wandelten und an einem Pfeiler konnten sie ablesen, wie hoch das Wasser hier bei Sturmfluten gestanden hatte.

Sie bewunderten Eisblumen und eingefrorene Blätter in vielerlei Couleur. Die gefrorenen Pfützen luden zum Schlittern ein. Da war wieder die Balance gefragt.

Mal ging es hoch hinaus…

… um dann wieder kriechend die Perspektive zu wechseln. Wie sieht die Welt aus mit den Augen von Igel und Hase aus? Blaue Feder kroch ins Grasnest und stellte sich vor, wie schön es hier aussehen musste, wenn die Weiden grün ausschlagen und alles zugewachsen war.

Dann machten merkwürdige Baumzeichen auf sich aufmerksam. Blaue Feder dachte ein wenig an das Irische Ogham. Sie hatte von den Disen und vom Ogham geträumt und sich ein spannendes Buch zu dem Thema besorgt: Das Ogham vom Verein Tuatha de Danann. Es gefiel ihr, weil es viel Raum ließ für eigene Erfahrungen.

Wer wohl in dieser Höhle wohnt?

Brauner Bär fand frische ‚Fuchskacke‚ und sie wurden unterrichtet, welche Bewohner es am Waldrand gab. Auf vielen Schildern wurde ihnen erzählt, wie sich die Pflanzen entwickelt haben, welche Funktionen der Wald hatte, wie Klima und Wald zusammenhängen, welche Tierarten hier neu zugewandert waren und vieles mehr.

Sie hatten schon ein Stück des Weges geschafft und wohl einige Aufgaben bestanden.

Wie zur Belohnung durften sie die Eisvogelhütte besuchen. Die Beobachtingshütte im Schilf faszinierte beide gleichermaßen und sie stellten sich vor, wie sie wiederkommen würden, die Eisvögel und alle anderen Wasservögel zu beobachten. Auf den Planken entdeckten sie eine Tierspur – vielleicht ein Bär? Blaue Feder fragte sich, ob sie als Kind das auch schon so toll gefunden hätte und wie Kinder wohl diesen Pfad entdeckten?

Eine wichtige Frage war wohl, wieviel Windungen ein Schneckenhaus hat? Blaue Feder ging langsam hinein in die Weidenschnecke und langsam wieder hinaus – und wusste es!

Nun ging es darum, das Wissen des vergangenen Jahres abzurufen. Kannten sie schon alle Bäume ?

Weißt Du wie eine Sonnnenuhr funktioniert?

Und was ist eigentlich ein Raummeter?

Das wusste Blaue Feder, hatte sie vor Kurzem zwei Raummeter Holz für den Winter im ehemaligen Schweinestall aufgeschichtet. Sie spürte noch ihre Knochen, doch jetzt in der kalten Jahreszeit waren sie froh drum, soviel Feuerholz zu haben.

Und wie kommunizieren Bäume untereinander?

Am Wegesrand fanden sich immer wieder kleine Schilder, mit den Namen von Bäumen und Sträuchern. Liguster kannte sie vom Sehen, aber nicht mit Namen.

Verwunschene Orte lachten die beiden Forscher an und warum lag wohl ein Seehund mitten im Wald?

Die Bienen waren im Überwinterungsquartier.

Sie kamen zu einer Wegegabelung, wo sie hätten weiter nach Katingsiel weiterwandern können.

Doch war das eine größe Rundtour von 15 Km. Wenn dort auch ihr Lieblingscafé Andresen mit dem besten Kuchen der Gegend hinterm Deich sie erwarten würde, würden sie die große Tour ins Frühjahr verschieben. Brauner Bär war kalt und die Abstände zwischen ihnen wurden sichtlich größer.

Der Erlebnisraum verabschiedete sich mit ein Tierspuren. Der Rückweg auf offener Straße war nicht ganz so prickelnd, fing es an zu regnen – ein kalter fieser Schneeregen und die Abenteurer freuten sich auf ein warmes Feuer zuhause.

Die Tour hatte bei Blaue Feder einige Spuren hinterlassen. Als sie so am warmen Feuer saß, fing es an, bei ihr zu arbeiten. So war es eben, wenn sie sich auf unbekanntes Terrain wagten und Neues in ihr Leben einluden.

Hier noch die Infos zu den Irland-Reisen:

Auf den Spuren der Fairies – Aufbruch in die neue Zeit

2 kreative Reisen entlang des Wild Atlantic Ways

28.5. – 4.6.22 und 12.-19.6.22

mehr Informationen hier

7 Kommentare zu „Die Grüne Insel

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