Alte weise Männer und der KunstGriff

Am Frei-Tag wurde der Kunstgriff 2021 im schönen Dithmarschen feierlich eröffnet. Nun kann, wer möchte, zwei Wochen lang von Dorf zu Dorf fahren, um im schönen Dithmarschen die KünstlerInnen Zuhause, in öffentlichen Ausstellungsräumen oder in ihren Ateliers besuchen.

Blaue Feder ging eine Runde durchs Dorf und verteilte Einladungskarten. Diesmal wehte die Fahne ‚Freedom‘ beim Heckenrosenhaus. Ob wohl an jedem Dorfausgang nun diese Fahne hing? Das Thema ‚Freiheit‘ schien ihr ein wichtiges Thema zu sein.

Sie ging ins Moor und traf recht viele Leute dort. Am Großen Mondsee saß ein alter Mann aus Köln. Er besuchte hier seine Tochter und sie kamen ins Gespräch. Er hatte früher auch fotografiert, doch nun seine Kamera beiseite gelegt. Er ging lieber so in die Natur und genoß es.

Er erzählte ihre eine Geschichte von einer Frau, die mit ihrem Mann auf eine Reise ging. Sobald sie irgendwo ankamen, machte sie nur noch Fotos und ihr Mann stand immer irgendwo doof rum, musste auf sie warten und hinterher schauten sie sich die Fotos nie wieder an.

Blaue Feder lächelte den alten Mann an und sie schnackten noch über dies und jenes. Er war noch zwei Wochen im Ländle und sie gab ihm eine Einladung.

Es war ein sonniger Tag und die Sonne spiegelte sich im großen Mondsee. Als Blaue Feder aus der Großen Stadt heimfuhr, hatten sie die Ebereschen mit ihren orangeroten Früchten angelacht. Auch hier im Moor waren sie sehr präsent. Sie suchte sich einen Platz unter einer Eberesche und legte sich in die Wiese.

Tatsächlich nahm sie irgendwann ihre Kamera ab, schloß die Augen und spürte in sich hinein. Nach und nach fasste sie Vertrauen und ließ los. Sie spürte die Erde unter sich, die sie trug und sie spürte den Wind, der sie zärtlich streichelte. Ein Grashalm kitzelte sie im Gesicht. Das Wasser plätscherte leise ans Ufer und die Sonne strahlte warm durch das Blätterdach.

Die Eberesche ist mal wieder ein Rosengewächs. Blaue Feder empfand eine große Leichtigkeit und Freiheit unter diesem Baum. ‚Kinder der Luft‚ werden sie poetisch genannt. Blaue Feder empfand die Energie des Baumes als sehr uranisch und sie spürte den Wind der Veränderung, der durch ihn wehte.

Die Vögel lieben seine Beeren. Blaue Feder roch an den Vogelbeeren und sie rochen sehr frisch und es war als würde reine Lebensfreude aus den Beeren sprühen. Sie sind nicht giftig wie allgemein angenommen. Sie schmecken nur se-e-ehr herb, sodass Blaue Feder nur eine probierte und sich ihr ganzes Gesicht zusammenzog. Sie unterstützen das Immunsystem und geben müden WanderInnen neue Kraft. Ab und an ein paar Beeren kauen, soll für eine schöne Stimme sorgen und ist ein Geheimtipp von RednerInnen und SängerInnen. Nur zuviele solltest Du roh nicht essen, dann bekommst Du Durchfall. Auf der Wiese lagen ein paar runtergefallene Beerendolden und Blaue Feder nahm sie mit. Sie wollte die Beeren zu einer Kette auffädeln und sich um den Hals hängen, wenn sie ihre Geschichten erzählte.

Blaue Feder fragte sich, wann sie ihre Kamera weglegen würde, um einfach nur noch die Natur zu genießen?

Blaue Feder schaute noch nach, ob das Sumpfblutauge schon blühte. Das Sumpfblutauge war es, das einst ihren Forscherinnen-Geist erweckte. Es blühte noch nicht, aber dafür begegnete sie heute ‚Heartly, the Dragonfly‚ ganz im Roten Gewand auf den Binsen.

Sie fand noch einen Zauberstab, der wie ein Drache aussah und blühenden Froschbiss.

Im Weg der Brombeeren pflückte ein älteres Paar schon die ersten Brumm-Bären.

Auf dem Rückweg traf sie wieder einen alten Mann, er hieß Willi und sie gingen zusammen ins Dorf zurück. Er war früher zur See gefahren und für ihn war es immer das Schönste gewesen, den Horizont zu sehen. Doch nun hatte er für sich entdeckt, dass er nicht einmal mehr das brauchte. Er sagte: ‚Die Menschen brauchen viel weniger, als sie denken. Wenn jeder bei sich selbst schauen würde, statt über alles zu meckern, wäre der Erde sehr geholfen.‘

Blaue Feder gab auch ihm eine Einladung und er erzählte von Ina Berg aus Süderheistedt, die auch beim Kunstgriff mitmachen würde.

So fuhren Brauner Bär und Blaue Feder gestern ein wenig herum. Sie besuchten Ina Berg im Waldweg 14 in Süderheistedt. Sie wollte ihre schönen Bilder eigentlich im Garten ausstellen wollte. Doch das Wetter war gerade nicht so beständig – immer wieder gab es heftige Gewitter.

http://www.bergwerk-art.de

Sie fuhren auch nach Lohe-Rickelsdorf und schauten sich die Ausstellung von Irmgard Kullman ‚Irreale Areale‘ im Gemeindehaus der Christusgemeinde in der Kirchenallee 14. Sie mochten die Malerin und ihre Werke sehr.

Zuletzt besuchten sie Matthias Kuhr und Solvejg Lorenzen Rüscher in der Heimkehrerstraße 9 in Heide. Die Unikate aus Holz von Matthias begeisterten sie sehr. Blaue Feder verliebte sich in eine Stele aus schwarzer Mooreiche. Auch, wenn Matthias seine Arbeiten sehr günstig abgibt, hatte eine Blaue Feder leider nicht das passende Kleingeld. Es reichte aber für zwei schöne Arbeiten von Solveijg aus Glas und Holz. Solvejg hat leider keine Homepage, aber Matthias.

http://www.unikate-aus-holz.com

Aus diesem Haus gingen sie ganz beglückt wieder raus, mit vielen schönen Gesprächen und tollen Inspirationen. In diesem kleinen Haus gibt es viel zu entdecken. Das mochte Blaue Feder am Kunstgriff, sie lernten immer wieder spannende Menschen kennen.

Glücklich fuhren sie wieder heim und es gab den ersten Blaubeerkuchen, nach einem Rezept von Ola (https://wordpress.com/read/blogs/120535385/posts/4997) – sehr, sehr lecker!!!

Sie selbst würden erst in zwei Wochen ihr Atelier öffnen. Blaue Feder musste ja noch ‚Heartly‚ fertig bauen. Wieviele Beine hat eigentlich eine Libelle und hat sie Fühler?

Grad saß sie viel in ihrem Atelier und schaute auf das Bild über ihrem Altar. Es war ihr Löwe-Wassermann Bild. Sie nannte es die Höhle des Löwen. Es spiegelte für sie die Zeitqualität ganz gut wieder.

Sie hatte einst die goldene Tara hineingemalt – Tara, die Befreierin. Blaue Feder dachte: ‚Im Herzen sind wir immer frei‚. Sie stellte sich die goldene Energie in ihrem Herzen vor und wie sich diese immer weiter ausbreitete, bis sie in einer großen goldenen Kugel saß. Ihr schien dieser neue Sonne-Mond-Zyklus viel Befreiungspotenziel zu enthalten – nun, wir werden es wohl erfahren.

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