Ein neues Land in Sicht

Die Sonne war weitergezogen in die Kuh, aähh, in den Stier – Hand in Hand mit der Venus. Eine Stiersonne ohne die Venus an der Seite, konnte sich Blaue Feder nicht vorstellen, wohnt doch die Göttin der Liebe und der Schönheit in den Herzen der Stiergeborenen. Ausgestattet mit Sinnesfreude und Naturverbundenheit sind sie dankbare Genießer, oder etwa nicht?

Blaue Feder tauchte in ein neues Land. Diese rote Fahne hing noch nie am Fahnenmast. Was sie wohl in diesem Land erleben würde? Sie dachte an Amerika und was sich dort gerade alles änderte.

Die Sonne ging auf. Es war morgens immer noch recht kühl. Rauhreif lag noch auf den Wiesen und die Nebelfrau tauchte das Land in ihre eigenen Gespinnste. Das Land dampfte regelrecht im Schein der aufgehenden Sonne. Der Rehbock wartete schon auf Blaue Feder.

Die Weißdornbäume erfreuten Blaue Feders Herz. Sie ergrünten langsam.

Blaue Feder und das Land waren eins. Am Horizont lag das Dorf.

Die Hochlandrinder dösten noch verträumt in den Wiesen.

Als sie in den Erlensee tauchte, sah sie einen Graureiher im Schein der Morgensonne sitzen. Blaue Feders Herz machte einen Hüpfer. Sie hatte, seit sie die zwei toten Graureiher gefunden hatte, keinen Reiher mehr lebend gesehen und sich Sorgen gemacht. Sie war zur Alten vom Weißdorn gegangen und hatte ihr von den toten Reihern erzählt. Gemeinsam hatten sie um die toten Reiher getrauert. Nun war Blaue Feders Herz wieder leichter.

Die Teichmummeln steckten schon ihre grünen Blätter aus dem Wasser. Bald würden hier wieder kleine Drachen fliegen.

Der Große Mondsee lag in vertrauter Stille. Am Rande lachten sie die Eisblüten des Scharbockskrautes an.

Blaue Feder ging zum Lieblingsplatz der Grauen. Dort saß sie tatsächlich versteckt in den Weiden. Sie war so erleichtert -es ging der Grauen gut. Doch spürte sie, es war es an der Zeit sich von ihr zu verabschieden. Die Graue sagte, sie hätte Blaue Feder alles beigebracht, was sie wissen müste. Doch, wer würde sie nun weiter lehren, fragte sich Blaue Feder und ihr Blick fiel auf einen Baum.

‚Lausche den Bäumen.‘

Nun war es wohl an der Zeit weiterzuziehen, um von den Bäumen zu lernen.

Gemeinsam mit einer Singdrossel stand sie noch eine Weile am kleinen Reihersee. Hier nistete ein Gänsepaar. Herr Gänserich fing an zu schnattern und fordete Blaue Feder auf zu gehen. Im Stiermonat schlagen nicht nur die Pflanzen Wurzeln und werden kräftiger. Auch die Tiere brauchen jetzt ihre Ruhe, um beharrlich ihre Eier auszubrüten.

Blaue Feder fiel das Lied aus der Vogelhochzeit von Rolf Zuckowski ein :

‚Immer nur brüten, brüten – das Ei behüten, behüten...‘

Als Blaue Feder weiter um den Großen Mondsee wanderte, zeigte sich die Graue noch einmal im Schein der Sonne. Sie freute sich sehr, dass er der Grauen vom Großen Mondsee gut ging.

‚Ich bin immer da, für alle, die mich suchen.‘

Blaue Feder war erleichtert und doch spürte sie, es war an der Zeit weiterzuziehen.

Im Dorf fingen die Magnolien an zu blühen.

Sie kam an einem Baum vorbei, der grüne Blätter bekam. Er war ihr noch nie so richtig aufgefallen. Die Blätter sahen nach einer Buche aus. Bist Du vielleicht eine Hainbuche? Es gab ja noch sooo viel zu erforschen.

So ging die Ostroher Beliebung wohl in die nächste Runde.

Wer dem Lauf der Sterne gerne folgen möchte, dem kann Blaue Feder die liebevollen Tagesimpulse von Astrid Hamberger ans Herz legen. Blaue Feder lauscht ihr gerne mal.

https://www.youtube.com/user/theTake100/videos?app=desktop

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