Das Schwanenmädchen

Fortsetzung ‚The Tri-coloured House‘ 14

So kam es und Blaue Feder baute sich zusammen mit dem ‚Bären‘ eine kuschelige Höhle. Sie hängten ein Bären-Bild an die Wand. Sie hatten einen neuen Teil des Hofes ausgebaut. Ehemals war es der Heuboden und nun richteten sie ihn langsam ein. Sie bekamen hier ein Sofa geschenkt, dort ein paar Stühle und fanden in den Ecken des Hofes noch allerlei Schönes, das nun seinen Platz bekam, wie das Bären-Bild. Da gab es große Regale mit Kunst-Büchern. Es war ein Rückzugsort, eine Bibliothek, in der man in andere Welten tauchen konnte. Es gab auch ein paar Schlafplätze für Gäste. Sie wussten selbst noch nicht so genau, wofür die neuen Räume da waren.

Die Bärenbande baute sich unterm Tisch eine Höhle und Emil mittendrin. Aslan, der Drache, Esmeralda und Freya, die Wölfin hatten auch fleißig mitgeholfen.

Die Traurigkeit war aufgekommen, als Blaue Feder Cambras Geschichte las, mit der Postkarte, auf der geschrieben stand ‚Lebe wild und gefährlich‘ (s.u.). Sie fühlte sich gerade wenig wild und gefährlich. Nun hing ihr Bild ‚Born to be wild‘ an der Wand und der Alte Vater hatte ihr den alten Bären mitgegeben.

Die Tage sah Blaue Feder noch einen Film über Connemara und Ulla schickte eine Mail mit ihren geplanten Reisen für 2021: Soulwriting auf dem Wild Atlantic Way (s. u.). Blaue Feder hatte gerade ein schönes Buch ausgelesen von Robert Macfarlane: Karte der Wildnis.

Blaue Feder und Brauner Bär waren am Überlegen, ob und wo es sie im kommenden Jahr hinzog. Es war ja nicht klar, ob sie wieder reisen konnten. So kam eines zum anderen. Ein Sturm wehte noch einen Gruß vom Bruder aus Irland herüber. Wenn es draußen stürmt, dann laden Höhlen aus warmen Decken ein, Geschichten zu erzählen. So fand sich Blaue Feder mit einer Taschenlampe unterm Tisch wieder. Die Bärenbande und alle anderen um sie herum, fing sie an vom wilden Irland zu erzählen. Denn im Geiste können wir überall hinreisen.

Blaue Feder steigt jetzt gleich in Galway in ihre Irland-Geschichte ein.

Die einleitenden Kapitel hatte sie schon einmal erzählt. Ihr findet sie unter Emma ‚The Tri-coloured House‘ (https://blauefeder.home.blog/the-tri-coloured-house/).

Vielleicht konnte Blaue Feder ihrer Wildheit nachspüren, wenn sie von ihrer Irlandreise auf dem Wild Atlantic Way erzählte. Die Reise war schon etwas wild.

Es begann mit einem Schwanenmädchen in Galway.

Schon stehen die beiden Reisenden in der Abendsonne in der Bucht von Galway.

Hier mündet ein Fluss, der Galway ‚Ghaillimh‘ seinen Namen gab.

‚An Ghaillimh‘ heißt ‚der steinige Fluss‘ oder ‚die Steinige‘.

Hier stehen sie nun und schauen dem Schwanenmädchen beim Füttern der Schwäne zu. Sie trug ein rotes Kleid mit weißen Blumen. Ihr Haar war schwarz wie Ebenholz. Die Schwäne senkten voller Hingabe ihre Hälse angesichts der Schönheit der Natur.

Sie lauschen dem Lied der Steinigen – dem Lied der Steine.

‚Ghaillimh‘ ist eine Stadt der Musik. Überall ertönen schöne Lieder.

Ein Klangteppich trägt sie fort und erzählt von der Reise, die vor ihnen liegt. Ein Zauber liegt im Beginn einer jeden Reise. Wie ein Samenkorn, der schon die ganze Pflanze in sich trägt.

Blaue Feder lauscht dem Lied der Schwäne. Ist berührt von den Schwänen, die ihre Jungen im Gefieder tragen. Hand in Hand stehen Blaue Feder und Brauner Bär in der untergehenden Sonne in der Bucht von Ghaillim.

Die untergehende Sonne, die einen neuen Tag verspricht und ein Abenteuer. Sie brechen auf in eine Reise ins Unbekannte. Gemeinsam und doch jeder für sich.

Cambra Skadé https://cambraskade.blog/2020/10/21/wild-und-gefahrlich/

https://www.ulla-janascheck.de/irlandreisen.html

9 Kommentare zu „Das Schwanenmädchen

  1. Warum auch immer noch, habe ich jetzt Pipi in den Augen. Ja, weil es so schön ist, was du schreibst, wie du dein Leben beschreibst und das ich auch so gerne ein Bärchenmann an meiner Seite hätte und weil ich eh gerade so dünnhäutig bin.
    Leider funktioniert der Link nicht zu Cambra, lande dann immer wieder bei dir.
    Verbundene Grüße
    Ulli

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, dünnhäutig sind wohl gerade viele, ob mit oder ohne Bär an der Seite. Fühlte mich heute, als hätte ich zehn Kannen Kaffee getrunken. Manno! Da war mir nach was Schönem. – Den Link zu Cambra muss ich morgen am Computer richten. War ihr letzter Post. Drücke Dich Du Liebe, Susanne

      Gefällt 2 Personen

      1. Ich habe den Beitrag schon gelesen, war mehr nur eine Info für dich.
        Ja, dünnhäutig sind Viele, da hast du Recht – hilft aber manchmal auch nicht, wenn man selbst die Wellen alleine reitet.
        Danke für deinen Drücker, den nehme ich gerne an und gebe ihn genau so gerne an dich zurück, Ulli ❤

        Gefällt 1 Person

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