Der Storchenschnabel bringt die Kinder

Alles Neue bringt der Mai oder der Storchenschnabel?

Die Eisheiligen zogen über das Land und kehrten auch bei Blaue Feder ein. Sie war erkältet – wohl eine ’stink-normale‘ Erkältung.

Auf einem Spaziergang kam ihr die Idee mal nur drei Fotos oder höchsten sieben Fotos zu posten. Blaue Feder hielt das für unmöglich.

Nun, da sie hier so krank vor sich hinsiechte, ging sie in den Garten und schaute, welches Kraut ihr wohl gerade gut tat. Es hatte geregnet und der Duft des Storchenschnabels hing in der Luft. Manche mögen den Geranien-Duft nicht riechen, so wird er auch ‚Stinkender‘ Storchenschnabel genannt. Blaue Feder mochte ihn sehr. Ihr ganzer Vorgarten war voll mit Storchenschnabel, in rosa und in weiß.

Sie nahm drei Blüten-Stiele und machte sich einen Tee. Er schmeckte wunderbar. Sie konnte sich da richtig reinsetzen. Wie die zarte Rosa Blüte, so sprach der Storchschnabeli ihr Herz an. Die Tränen fingen an zu fließen. Sie wusste garnicht so genau warum. Sie ließ sie einfach fließen. Manchmal hatte sie vielleicht so ein vages Gefühl, dass all ihre Arbeit umsonst war. Doch dann war sie im Außen und nicht bei sich. Es war ein alt vertrautes Gefühl und entsprach ihrer heutigen Realität nicht mehr. Trotzdem war sie verunsichert. Manchmal kommt etwas Neues ins Leben und dann sind wir unsicher und manchmal rudern wir auch ein bisschen rückwärts, weil das Alt-Vertraute einfach vertrauter ist.

Dann brachte der Postbote ein Buch vom lieben Wolf-Dieter Storl und einem Foto-Künstler, das Blaue Feder Second Hand bestellt hatte. ‚Die Seele – der Pflanzen‘ und Blaue Feder ging glücklich mit ihrem neuen Buch ins Bett. Was für wunderbare Blumen-Aufnahmen.

Sie nahm sich ihre Kamera und entdeckte die Makro-Taste.

Nun konnte auch sie in die Seelen der Pflanzen tauchen.

Jetzt konnte sie sich auch vorstellen, dass sie vielleicht nur drei Fotos zeigte, vielleicht sogar nur Eins oder Sechs. Yeah, was alles möglich ist. Blaue Feder war nicht so der Technikfreak. Sie war am liebsten in der Natur und machte gerne alles von Hand. Bei den Erzählungen vom ‚Tal der BroklandSau‘ hatte sie viele Bilder verwendet, um die Zusammenhänge deutlich zu machen. Die Wege aufzuzeigen wie wir in das Land um uns herum eintauchen können.

Jetzt im ‚Wilden Garten‘ ging es wohl mehr um die Seelen der einzelnen Pflanzen. Zu schauen, welche Pflanzen wachsen in meinem Garten. Welche sprechen mich an. Was macht es mit mir, wenn ich in Kontakt gehe mit einer Pflanzen und sich unsere Seelen berühren. Alles um uns herum ist beseelt. Blaue Feder wollte sich dem Thema Blumen und Kräutern nähern. Nun konnte sie bis auf einen Zentimeter rangehen.

Sie war dem Storchenschnabel dankbar. Der Storchenschnabel kommt beim Kinderwunsch ins Spiel. Er bereitet das Nest vor für die Kinder, die da kommen. Blaue Feder hatte gerade das Gefühl ein neues Kind wurde gezeugt.

Eigentlich ist der Storchenschnabel ja ein Kranichschnabel. Geranos bedeutet im Griechischen Kranich. Aus dem Kranich wurde im Deutschen ein Storch, der bei uns die Kinder bringt. Ob nun Storch oder Kranich auf jeden Fall ein Glücksbringer. Blaue Feder hatte den Eindruck er half ihr etwas geduldiger zu sein. Sie hatte im Winter eine Idee gehabt, die im Frühling noch einmal Feuer bekam. Vielleicht nahm sie ihr nicht schnell genug Gestalt an. Dabei tut Warten und Teetrinken manchmal richtig gut.

Gerade ging die Sonne auf, ein neuer Tag wurde geboren und Blaue Feder setzte sich noch einmal zum Storchenschnabel und atmet seinen Duft ein. Es ging ihr schon viel besser. Danke!

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